Über die Weihnachtsferien war ich mit zwei Freunden aus Deutschland auf Reisen in Kenia.

Am 24.12 haben wir uns morgens gemeinsam in Nairobi getroffen. Wir waren Heilig Abend bei einer Diguna (Missionsorganisation und Radioarbeit in Zentralafrika) Familie eingeladen, was richtig cool war, da es Raclette und Punsch gab. Nach dem Essen haben wir gemeinsam mit den anderen Leuten der Station gesungen und den Abend bei Plätzchen und Gesprächen ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann schon in Richtung Ugandische Grenze, nach Eldoret. Diguna hat dort in der Nähe ein AIDS-Weißenheim, in dem wir unser Gepäck bunkern durften. Wir sind von dort dann ein bisschen herum gereist, haben die größte Station von Diguna in Tinderet angeschaut, waren dort beim selbstgebauten Wasserkraftwerk (was die Station mit 600kw versorgt) und haben dort eine sehr coole Klippe bestiegen und die Aussicht von dort genossen.


Wir durften auch die Kaffeeplantage, eigene Verwertung und Rösterei der Station begutachten, was sehr cool war, da der Röstapparat aus einer ausgedienten und umgebauten Waschmaschine bestand.
Ein weiteres Highlight war, dass wir abends bei einer einheimischen Familie eingeladen waren und es neben super Pilau (Reis mit Gemüse) auch für mich das Erste mal Kaninchenfleisch gab.

Ein weiterer Ausflug ging direkt an die Ugandische Grenze zu einem anderen Mitarbeiter von Diguna, der uns eingeladen hat, seine Farm zu besuchen. Nach einer Chai Pause (was hier gefühlt 5 mal am Tag ist) ging es auf einen kleinen Farmrundgang, bei dem ich meine Kamera fast nicht mehr weggelegt habe. In den Folgenden zwei Tagen waren wir dann noch auf einer kleinen Safari, mit nicht ganz so vielen Tieren, aber dafür zwei mächtigen Höhlen und einem Wasserfall zum abkühlen 🙄


Bzw. um Kühlwasser für unser Auto aufzutanken 😏
Apropo Auto, da haben Ben und Jakob sich in der Zeit in einen Mazda Mx 3 verliebt. Zumindest solange bis wir die Motorhaube geöffent haben und mit gefühlt einem Leatherman, einem Radkreuz, sowie Sekundenkleber und Erde das Auto wieder fit gemacht haben. Angefangen haben wir beim ersten Rad, da dort die Bremse nur noch aus Bolzen und Bremsscheibe, also Metall auf Metall bestand. Naja, am Ende waren dann doch alle 4 Räder ab und der Bremszylinder wurde mit Sekundenkleber und Erde wieder „dicht“ gemacht. 😏 Beim Weiteren umschauen im Auto hat man dann noch weitere tolle und kreative Ideen gefunden. So wurde der Sicherungskasten mit Draht gegen weiteren Verschleiß „abgesichert“ und der Kofferraumdeckel, der sich alle paar Meter selbständig gemacht hat, wurde mit einem dicken Stromkabel, dass zwischen Deckel und Auto geklemmt wurde, vor weiterem öffnen gehindert 😯

Auf der Rückfahrt ging es noch nach Nakuru, Pastor Moises besuchen. Was auch richtig cool war. Neben einer mega Gastfreundschaft haben wir auch eine hammer Safari machen dürfen, in der wir im Gegensatz zur Ersten richtig viele Tiere sehen durften. Neben Nashörnern gab es Löwen, Giraffen, Zebras, Büffel und viele weitere…. Das war ein echt super Abschluss der Reise.

Was mir auf der kompletten Reise sehr aufgefallen ist, ist wie anders doch Kenia im Gegensatz zu Ruanda ist. In Ruanda gibt es seit längerem schon Plastiktütenverbot und die Straßen sind im Gegensatz zu Kenias Straßen geschleckt sauber. Was wahrscheinlich mit unteranderem, an den monatlichen Umugandas (Gemeinnützige-Arbeit) in Ruanda zusammen hängt, in der die Bevölkerung gemeinsam Bäume pflanzt, Straßen sauber macht oder Schlaglöcher ausbessert.
Außerdem ist auch das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Ruanda um einiges angenehmer, da man sich dort einen Sitzplatz über ein digitales System kauft und diesen dann auch hat. In Kenia kann es mal gut vorkommen, dass man in einem Kleinbus mit 12 Sitzplätzen mit 22 Leuten sitzt. Das gleiche gilt auch bei den PickiPickis (MotoTaxis).

Die Frau hat sich bei der Hinfahrt zum Flughafen in Kigali einfach angelehnt und geschlafen, Richtig lustig 😌

 

 

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